Jan 07

Das ELENA Verfahrensgesetz ist seit 01.01.2010 von der Bundesregierung in Kraft gesetzt worden. ELENA steht für Elektronischer Entgeltnachweis und soll Bürokratie abbauen und Kosten sparen. ELENA selber soll 2012 in Kraft treten.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird ELENA von Bundesarbeitsministerin Von der Leyen nachgebessert. Die Rechte der Arbeitnehmerseite wurden zu wenig bedacht.

Weiterhin werden Arbeitnehmer damit gläsern, deren Daten werden einsehbar von Behörden und Arbeitgebern. Der Katalog der erfassten Daten umfasst inzwischen über 40 Seiten.  Die Möglichkeit zum Datenmissbrauch steigt. Die angestrebte Kostenersparnis ist dabei fraglich.

Müssen Arbeitnehmerrechte immer mehr ausgehölt werden unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus? Müssen Arbeitnehmer-Daten immer mehr digitalisiert und in verschiedenen Arbeitgeber-Datenbanken und Finanzverwaltungen verfügbar gemacht werden? Nein, müssten sie nicht!

Querabgleiche werden möglich und Einträge in Arbeitgebernahen Listen, welche Arbeitnehmer stigmatisieren könnten.

Die erhobenen Daten sind teilweise unnötig und dazu geeignet, sensible Informationen über Arbeitnehmer zu speichern,  die zu deren Nachteil verwendet werden können.

Potentielle Arbeitnehmer wollen Familien haben und Arbeiten gehen und nicht zum Spielball von Arbeitgeberinteressen werden.

Ein unnötiges Gesetz, welches zudem viele Kosten erst mal verursacht!

geschrieben von Sternau \\ tags: , , , , , , ,

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