Die EUV-Lithografie (EUVL) ist der nächste Schritt um kleinere Halbleiter und Mikrochips herzustellen. Mit Strukturbeiten bis 22 Nanometer verspricht die EUV-Lithografie den nächsten Schritt in der Chip-Produktion zu tun. Technisch aufwenig aber beherrschbar bis 2010 wir die EUVL ab 100 Wafer/Stunde rentabel sein. Bis 2016 wird das Optimum der EUVL erreicht sein, wenn sie nicht von z.B. der Immersionslithografie oder der Nano-Imprint Lithografie abgelöst wird.
Artikel entommen aus: Zeiss Presseinformationen
Die EUV-Lithographie (EUVL: Extreme Ultra Violet Lithography) zu einer praktikablen und leistungsfähigen Chip-Belichtungstechnologie zu machen, das ist gemeinsames Ziel der Halbleiterindustrie. Im spanischen Barcelona haben sich Ende vergangenen Jahres über 300 führende Industrievertreter,
von den Chipherstellern bis zu den Zulieferern, getroffen. Sie präsentierten den aktuellen Stand der Entwicklungsarbeiten.
Die Miniaturisierung von Chipstrururen ist seit der Entwicklung der ersten integrierten Schaltkreise (IC: Integrated Circuit) der Motor für deren Fortschritt und die Voraussetzung dafür, neue Einsatzfelder für die vielseitigen Bauelemente aus Silizium zu erobern. Möglichkeiten,
um Chipstrukturen auch in Zukunft weiter zu verkleinern, stehen
daher im Mittelpunkt der Diskussionen der Halbleiterhersteller und ihrer
Zulieferer. Der EUVL-Technologie werden hier große Chancen eingeräumt, da bei ihr einer der wesentlichen Parameter für die Strukturauflösung,
die Belichtungswellenlänge, gleich um mehr als den Faktor zehn gegenüber der bisher führenden Technologie verringert wird.
„EUV ist die einzige kosteneffektive und langfristige Lithographie-Option“, ist
auch Martin van den Brink, der Vorstand für Technologie und Marketing
bei ASML, überzeugt. Dieser Optimismus scheint angesichts einer Reihe von
Fortschritten innerhalb des vergangenen Jahres gerechtfertigt: ASML, der niederländische Partner von Carl Zeiss, hat im vergangenen Sommer die beiden ersten EUV Alpha Demo Tools (ADT) ausgeliefert. Die Tools werden bei den Kunden, dem belgischen Institut IMEC in Leuven und dem College of Nanoscale Science and Engineering (CNSE) an der State University of New York, von Konsortien betrieben. Praktisch alle führenden Chiphersteller haben sich zeitlich befristet in diesen Konsortien zusammengeschlossen. SMT setzt sein Wissen für ASML ein Die Realisierung der beiden ADT basiert auf einer Reihe wesentlicher Grundlagenentwicklungen. An erster Stelle stehen dabei das Design und dessen produktionstechnische Umsetzung für die bei der EUVL benötigten Spiegeloptiken. Dabei setzt ASML auf das Know-how der Lithographieoptik der Carl Zeiss SMT. Sie entwickelt und baut das Projektionsobjektiv (bei EUVL als PO-Box bezeichnet) und das Beleuchtungssystem für die ADT. Für die Entwicklung der ADT hat die Carl Zeiss SMT eine komplette Infrastruktur für die Produktion dieser EUVL-Optiken aufgebaut. Damit schafft die Lithographieoptik auch die Voraussetzungen für die nächste Produktgeneration: das EUVL Preproduction Tool. Van den Brink resümiert: „Fasst man diese Erfolge zusammen, könnten erste EUVL Preproduction Systeme bereits 2009 ausgeliefert werden – wenn die Kunden dies wünschen.“ Er gab in Barcelona bekannt, dass ASML bereits einen ersten Auftrag für ein Preproduction Tool erhalte hat. Fortschritte werden sichtbar Die EUVL-Quellen-Hersteller arbeiten derzeit daran, die Licht- beziehungsweise Strahlungsquellen für die Massenfertigung von Mikrochips mit dieser Technologie vorzubereiten. Dabei ist ein produktionstaugliches, zuverlässiges System die größte Herausforderung. Außerdem gibt es neue Resists mit denen Auflösungen von 40 Nanometer und weniger möglich sind. Auch die Fotomasken, die im ADT eingesetzt werden, sollen weiterentwickelt
werden. [Wsp]
2/2007
