Hinter den als UMTS Flatrate angebotenen Tarifen verbergen sich sehr unterschiedliche Angebote, was primär am unterschiedlichen Ausbaustatus der vier deutschen Mobilfunknetze liegt. Zunächst unterscheiden sich die Angebote durch die bei den verschiedenen Betreibern unterschiedliche Netzabdeckung. T-Mobile und Vodafone liegen hier mit einer nahezu lückenlosen Abdeckung gegenüber den Mitbewerbern O2 und E-Plus in Front, der aktuelle Status kann auf den Homepages der Betreiber abgefragt werden.
Auch die Geschwindigkeit der Netze ist unterschiedlich
UMTS selbst ist auf Downloadgeschwindigkeiten von maximal 384 KBit pro Sekunde beschränkt. Allerdings gehört auch HSDPA zum UMTS Standard, wodurch die theoretische Maximalgeschwindigkeit auf bis zu 7,2 MBit pro Sekunde steigt. Auch hier können Vodafone und die Deutsche Telekom auf die beste Abdeckung verweisen. Das derzeit schnellste Netz wird allerdings von O2 in München betrieben. Das dort eingesetzte HSDPA+ erlaubt Downloads mit bis zu 28,8 MBit pro Sekunde. Vodafone und die Telekom planen, HSDPA+ zu überspringen und sofort auf die noch schnellere Technologie LTE umzusteigen.
Ersetzt eine UMTS Flatrate einen Festnetzanschluss?
Das hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Neben der verglichen mit DSL geringeren Geschwindigkeit weist eine UMTS Flatrate zwei weitere Einschränkungen gegenüber einem DSL Festnetzanschluss auf. Erstens ist die Flatrate nicht wirklich flat, sondern auf ein maximales monatliches Datenvolumen begrenzt, das üblicherweise 5GB beträgt. Wird diese Grenze erreicht, wird der Anschluss für den Rest des Monats auf eine deutlich geringere Geschwindigkeit umgestellt. Zweitens ist die so genannte Latenzzeit bei UMTS deutlich größer als bei DSL. Das bedeutet, dass die Zeit bis zu einer Reaktion des Servers auf Eingaben des Users deutlich größer ist. Beim normalen Surfen fällt dieser Unterschied wenig ins Gewicht, aber interaktive Anwendungen mit vielen Usereingaben werden deutlich verlangsamt. Insbesondere einige Spiele können daher über UMTS nicht vernünftig gespielt werden. Wer von den genannten Einschränkungen aufgrund seines Surfverhaltens nicht stark betroffen ist, kann eine UMTS Flatrate als Festnetzersatz in Erwägung ziehen.