Nov 23

Auf  dem neuen Internet IT-Newsportal www.tech-test.de, jetzt Leadpeople, wurden Testberichte für IT-Fachleute und Professionals im Hard- und Software Bereich veröffentlicht.

Der Server Calleo 121 LD von Transtec wird in dem folgenden Artikel ausführlich auf seine Leistungsmerkmale untersucht.

 

Es ist schon eine geraume Zeit her, dass IT’ler mit dem Begriff Server ausschließlich große und beinahe schrankfüllende Computersysteme verbanden. Angesichts hoher Energiekosten erscheinen zunehmend besonders kleine, stromsparende Computer für den Schrankeinsatz interessanter zu werden. Transtec bietet mit dem CALLEO 121 LD ein besonders für dieses Einsatzgebiet abgestimmtes und nach Kundenwünschen konfiguriertes Serversystem.

Neben dem allgemeinen Marktrend immer mehr Serversysteme virtuell auf großen, sehr leistungsstarken Servern zu konsolidieren, besteht weiterhin Bedarf für kleine, leise und stromsparende Server. Für Kleinfirmen oder Dependancen größerer Unternehmen sind Kleinst-Server vollkommen ausreichend und wirtschaftlich durchaus interessanter. Schon seit mehr als einem Jahr bietet der IT-Spezialist transtec mit dem CALLEO 121 LD (Low Depth) einen Rackserver mit einer Höheneinheit und lediglich 43 Zentimetern Bautiefe. Der kleine Rackserver eignet sich für den Einsatz überall dort, wo Platz Mangelware ist. „Der transtec CALLEO 121 LD ist derzeit einer der kleinsten überhaupt und bietet ein phänomenales Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagt Ute Riester, Produktmanagerin bei transtec. „Vor allem in der Industrie wird häufig ein Platz sparendes Einstiegsmodell als Single Function Server benötigt.“

Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf einen geringen Stromverbrauch im laufenden Betrieb im Vergleich zu typischen Servern. Das zeigt sich vor allem an der optimierten Dimensionierung des 80-Plus-zertifizierten Netzteils. Dieser Standard gewährleistet, dass der Server mindestens 80 Prozent der aufgenommenen Energie auch tatsächlich verwendet. Ute Riester erläutert das Prinzip: „Frühere Netzteile haben Unmengen mehr Energie aufgenommen als tatsächlich für das Gerät nutzbar war, der Wirkungsgrad war also sehr gering. Mit 80 Plus wurde im Zuge der Green IT ein Standard definiert, der die Energieeffizienz  relevant steigert. Bei einem so kleinen Server wie dem CALLEO 121 LD, der ja kaum größer ist als ein Notebook, war uns das bei transtec besonders wichtig.“

Die gewünschte Konfiguration in Bezug auf Prozessorwahl, verbaute Speicherbausteine und Kapazitäten der Festplatten wählt der Kunde direkt auf der Homepage des Direktvertriebs von transtec aus. Neben allen derzeit verfügbaren x86 und x64-Varianten von Microsoft Windows bietet der Hersteller den CALLEO 121 LD auch mit Novell-SuSE Linux Enterprise Server 10 an. Transtec liefert das System ausschließlich mit Intel Xeon-Prozessoren aus. Die im Webshop angebotenen Varianten werden entsprechend der aktuellen Verfügbarkeit stets angepasst. Vier DIMM Steckplätze (Dual Inline Memory Module) ermöglichen bis zu acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Bis zu zwei Terabyte Speicherplatz in zwei internen SATA (Serial Advanced Technology Attachment) Festplatten ist zwar ausreichend Platz für Daten, doch leider sind die Platten nicht Hotswap-fähig, was die Freude schmälert.

Er ist wirklich sehr klein.

Wird der CALLEO 121 LD aus der Verpackung genommen, so zeigt sich, dass der Server in etwa die Maße eines aktiven Netzwerkswitches besitzt und ungefähr dessen Gewicht erreicht. Auf der schwarzen Frontseite sind zwei USB-Anschlüsse, ein Ein/Aus-Taster, ein etwas versenkter Reset-Switch und vier Leuchtdioden zu entdecken. Über die LEDs werden die Aktivitäten der Festplatten, die Netzwerkkarten und die generelle Stromversorgung optisch angezeigt.
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Auf der Rückseite finden sich ebenfalls zwei USB-Anschlüsse, zwei RJ45-Ethernetbuchsen für die Gigabit-Netzwerkkarten, ein analoger 15-poliger VGA-Anschluss, eine 9-polige RS232C-Buchse und die beiden PS/2 Anschlüsse. Letztere werden besonders die Kunden freuen, die noch KVM-Systeme der „älteren Generation“ im Einsatz haben und den teuren Zwischenschritt über USB-PS/2-Wandler scheuen.

Werden die drei kleinen Schrauben, die den Kopfdeckel des Serverchassis fixieren, entfernt und der Deckel angehoben, so zeigt sich der Transtec CALLEO 121 LD als ordentlich montiertes System auf Basis eines Asus P5BV-Mainboards in der Revision 1.01G. Die geringe Bauhöhe erfordert ein Umdenken bei der Kühlung der Intel Xeon X3220 CPU. Die zwei SanAce 4 Zentimeter-Lüfter sind in einer Distanz von zirka drei Zentimetern zum Kühlkörper angebracht und werden direkt vom Mainboard angesteuert. Aus Sicht der Lüfter gesehen ist hinter dem massiven 8×8 Zentimeter Kühlkörper der CPU der Passivkühlkörper für den Chipsatz Intel 3200 Chipsatz angebracht. Die Luft, die den Passivkühlkörper erreicht, wurde somit bereits durch die CPU vorgewärmt. Um den Luftweg einzugrenzen findet sich eine lose eingesteckte Kunststoffblende die offensichtlich ihren Zweck erfüllt.

Etwas ungünstig wirkt die Montage  des 80-poligen EIDE-Körpers zum DVD Laufwerk. Das Kabel liegt direkt auf einem Kühlkörper des Chipsatzes auf. Es sei zu hoffen dass die Ingenieure die Wärmeentwicklung des Chips eingeplant haben. Von diesen kleinsten Mangelpunkten einmal abgesehen ist das CALLEO System ein sorgsam und vernünftig verarbeitetes System in dem nichts wackelt oder scheppert. Die Stromversorgung übernimmt ein Netzteil der FSP Group mit lediglich 220 Watt, was das Ziel „stromsparender Server“ unterstreicht. Ein ausfallsicheres Doppelnetzteil ist nicht vorgesehen.

Die beiden 32-Bit Standard-PCI Erweiterungsplätze, als auch einer der beiden PCI-Express Erweiterungssteckplätze lassen sich aufgrund der 1HE Bauhöhe nicht nutzen. Ein Winkeladapter ermöglicht die Verwendung eines PCI-Express Anschlusses, auch als PCIE-X16. Das Platzangebot im Gehäuse ist auch für längere Baugrößen geeignet.

Unser Testsystem ist mit einer Festplatte von Seagate vom Typ Barracuda 7200.11 SATA mit einer Kapazität 500 GByte ausgestattet. Bei dieser SATA-Platte mit einer Spindelumdrehungsgeschwindigkeit von derzeit gebräuchlichen 7200 Umdrehungen mit 16 MByte Cache-Speicher ist eine theoretische anhaltende Datendurchsatzrate von 105 MByte/S vom Hersteller angegeben. Die Zuverlässigkeit mit gewährleisteten 50000 Kontaktstart-/Stopp und einer angegebenen MTBF-Zeit von 750000 Betriebsstunden sind im aktuellen Vergleich gerade einmal „mittelmäßig“.

In einer maximalen Ausbaustufe erlaubt der CALLEO Server zwei SATA Festplatten. Der Intel MCH 3200 Chipsatz selbst bietet als Intel ICH7R die Zusammenfassung von zwei SATA-Festplatten zu einem Intel Matrix Storage RAID 0 oder 1 Verbund. Der Arbeitsspeicher unseres Testsystems ist mit den aktuell gebräuchlichen 4 GByte ausgebaut. Die beiden 2 GByte 2Rx8 PC2-6400U-666 Speicher-DIMMs von Samsung lassen Platz für zwei weitere Module.

Auch mit vorinstalliertem Small Business Server.

Gemäß unseren Wünschen wurde der CALLEO 121 LD mit Windows Small Business Server 2003 R2 in der Standard Edition vorinstalliert. Dieses Betriebssystem ist mit den fünf beiliegenden Client Zugriffslizenzen, dem integrierten Microsoft Exchange Server und den Microsoft Windows SharePoint Services für den Einsatz in kleineren Unternehmen besonders geeignet.

Nach dem Einschalten bootet der Server automatisch das vom Hersteller vorinstallierte Betriebssystem. Erwartungsgemäß ist nur die Basisinstallation von Windows eingerichtet. Die komplette Domäneninstallation, die Konfiguration und Aktivierung des Exchange Servers erfolgt erst durch das Einlegen der entsprechenden CDs. Da die Produktinformation für den Server als PDF-Datei geliefert wird, ist es nur konsequent den Adobe Acrobat Reader in der aktuellen Version 8 bereits zur Auslieferung auf den Server zu installieren. Einzig der bereits aktivierte Internet Information Server (IIS) von Windows verwunderte im Test.

Die getestete Hardware basiert auf einer Intel Xeon 3230 CPU mit einer nativen Taktfrequenz von 2.40 GHz und vier Prozessorkernen. Zur Leistungsermittlung verwendeten wird Sandra Lite von SiSoft. Die Ergebnisse sind erfreulich gut. Die Prozessorleistung in der Arithmetik einen Dhyrstone ALU von 40,61 GIPS und im Whetstone FPU iSSE3 Benchmark 30,56 GFlops. Der Multi-Media-Index für Integer x8 iSSSE3 erreicht 80.53MPixel/S und der Fließkomma x4 Test 49.49 MPixel/S. Mit 40,61 GIPS überragt das Serversystem eine Intel Pentium IV CPU mit 3200 MHz um das 44fache.

Die Festplatte kommt auf einen Leistungsindex von 86 MByte pro Sekunde bei 8 ms Zugriffszeit. Der gepufferte Lesevorgang überragt mit 67,10 MByte/S den zufälligen Leservorgang mit 57,35 MByte/S. Schreibvorgänge sind klassischerweise etwas langsamer und erzeichen im gepufferten Schreibvorgang 43,80 MByte/S und beim zufälligen Schreiben ordentliche 41,46 MByte/S. Der sequentielle Lesevorgang von der Festplatte ist mit 107,37 MByte/S und der sequentielle Schreibvorgang mit 106,62 MByte/S ebenfalls sehr gut und übersteigt somit die vom Festplattenhersteller benannte theoretische anhaltende Datendurchsatzrate.

Während der Benchmark-Analysen, deren Ergebnisse wie stets erwähnt immer nur einen verzerrten Blick auf die tatsächliche Leistung eines Computersystems erlauben, stieg die Geräuschkulisse der Lüfter stets ein wenig an, ohne das der Onboard-CPU-Sensor je eine Temperatur oberhalb von 50 Grad Celsius maß.

Komplette Lieferung

Neben dem Server selbst liefert der Hersteller alle benötigten Peripheriegeräte gleich mit, ganz so, wie es von den anderen großen Herstellern von Computer gewohnt ist. Die Treiber-CDs liegen jedoch nicht einfach querbeet im Karton, sondern finden sich in einer ordentlich verarbeiteten CD/DVD-Tasche mit Vlieseinlegern. Neben der Treiber-CD für das Asus-Mainboard sind im Lieferumfang unseres Testsystems drei CDs für Computer Associates eTrust Antivirus in der Version 7.1 mit 64-Bit Support und eine Produkt-Dokumentations-CD von transtec enthalten. Letztere ist mit Stand 23.05.2007 bedruckt – was ja schon ein Weilchen her ist. Der Inhalt der CD ist glücklicherweise mit Juli 2008 jüngeren Datums. Die rund 150 Seiten umfassende Produkt- und Installationsdokumentation als PDF-Datei ist von sehr guter Qualität. Die CDs für den Microsoft Windows Small Business Server 2003 R2 sind nicht in der Tasche zu finden sondern eingeschweißt in einer Tüte etwas tiefer im Karton, gemeinsam mit einigen Montage- und Geräteschrauben.

Neben der CD-Tasche findet sich eine optische schwarz-silberne Logitech-USB-Wheel-Maus mit transtec -Aufdruck, ein Kaltgeräte-Stromkabel und eine sehr flache USB-Tastatur aus dem Hause Cherry vom Typ G230, ebenfalls mit transtec -Aufdruck. Ein extrem silbern-glänzendes Mauspad, was aufgrund der seltsamen Abmessungen eher gut aussieht, denn es nützlich ist, rundet die Beilagen ab.

Für den Einsatz in professionellerer Umgebung liefert transtec das System auf Wunsch mit einer IPMI (Intelligent Platform Management Interface) 2.0 Management Netzwerkkarte aus. Über IPMI ist einer Wartung und Verwaltung auf einem Serversystem auch dann möglich, sofern das auf der Maschine installierte Betriebssystem nicht reagiert oder erst gar nicht installiert ist. Alles in allem ist der transtec CALLEO 121 LD ein kostengünstiges und ordentlich verarbeitetes Serversystem für spezielle Einsatzgebiete.

transtec CALLEO 121 LD
Herstellerkontakt:
transtec AG
Waldhörnlestrasse 18
72072 Tübingen
Telefon
Internet: www.transtec.de

Preis: abhängig von der gewünschten Konfiguration ab zirka 900 €

Calleo Server Konfiguration

Der CALLEO 121 LD Server wird auf Wunsch mit Windows Server 2003 in der Small Business Edition geliefert. Mit den vier Prozessorkernen des Intel Xeon 3230 Hauptprozessors ist der Server ein wahrer Leistungsbolide.

Calleo Server

Die Besonderheit an diesem Serversystem – geringe Maße bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz.

geschrieben von Sternau \\ tags: , , ,

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